Über ... fesselnde Bücher (Von uns Allen)

Oder Warum Bücher uns fesseln

Wir haben überlegt, warum uns Bücher fesseln und euch drei Möglichkeiten (wie bei uu) aufgeschrieben.

 

Die erste Version kommt dieses Mal von Clara:

Kontrollzentrum für andere Welten, kurz vor Lesebeginn:

„Achtung, es ist gleich soweit! Macht alles bereit für den Start!“, schallt die Ansage durch das Labyrinth der Abteilung des Kontrollzentrums. Sofort strömen von überall her kleine Mechaniker*innen, die eine der Raketen aus der großen Garage an die Startlinie rollen. Währenddessen analysieren andere Mitarbeiter*innen die Daten für den Ausflug.

,Wo geht es hin?‘ und ,Wie lange wird es dauern?‘ sind zwei der wichtigsten Informationen, die gebraucht werden. Dazu gehören auch noch, wo sich der Zielort befindet und die Grundinformationen, die zum Aufenthalt benötigt werden, wie der Name des Reiseführers oder der Reiseführerin.

Als alles bereit ist, wird noch schnell überprüft, ob die Rakete bequem genug für den Übertritt in eine andere Welt ist, und los geht’s.

Das heutige Ziel ist eine Buchwelt, in der momentan nicht viel los ist. Das macht den Übertritt einfacher, da die/der Lesende keine hohen Erwartungen an den Ausflug hat. Allerdings hängt nicht von der Betriebsamkeit des Zielortes ab, wie viele Komplikationen es im Übertritt gibt.

Kommt die Rakete gut mit dem Treibstoff des Buches, dem Schreibstil, klar, ist der Übergang nahezu unspürbar. Ist das nicht der Fall, wird es schon unangenehmer.

Im Inneren der Rakete, unter dem Lesenden oder der Lesenden, leisten die Piloten nun ihre Arbeit. Sie achten darauf, dass das Gefährt nicht vom weg abkommt und bestimmen die Geschwindigkeit, mit der das Reich erkundet wird.

Weiter vorne halten Analysisten die Ganze Zeit den Stand des Treibstoffs im Blick. Sobald er nicht mehr hoch genug ist, lässt auch das Interesse des Passagiers auf die Welt nach, in der er sich befindet. Dann ist es höchste Zeit, umzukehren.

Sobald die Reise beendet ist, wird das Gefährt sofort in eine Werkstatt gebracht. Selbstverständlich erst, wenn der/die Lesende ausgestiegen ist. Dort wird die Rakete gewatet, sodass sie für ihren nächsten Einsatz wieder bereit ist.

Falls der Ausflug unterbrochen wird, gibt es in jeder Welt Stationen, in denen die Rakete anhalten kann, sodass die Mitarbeiter verschnaufen können und der/die Lesende von dort aus in seine Welt zurückkehren kann. In diesen Stationen kann er/sie jederzeit wieder einsteigen.

 

Zweite Version von Noémi (Yay)

Es ist Mittwoch und es regnet. Suuper... Normalerweise habe ich nichts gegen den Regen, aber er ist kalt und ich hasse es. Jedoch nehme ich an diesem Tag den kalten Regen, der sich bereits in meine warme Jacke gesogen hat, nicht war. 

Meine Gedanken sind bei diesem einen Buch, dass ich am Montag angefangen habe zu lesen. Was passiert als nächstes? Wird der Charakter X es schaffen? Was wenn nicht? Diese Gedanken schwirren mir im Kopf herum und bevor man etwas sagen konnte (keine Ahnung erfindet irgendwas ich kann sowas nicht) steht eine durchnässte, bibbernde, nachdenkende Noémi vor ihrer Haustür. 

Bald schon halte ich das Buch, worüber ich die ganze Zeit nachdenke in meiner Hand und verschwinde in seinen langen Sätzen. Aber jetzt noch nicht, es gibt noch einen Wall aus Hausaufgabensteinen, welche mit Essen- und Lernbeton fest zusammen geklebt sind.

Was kann man da machen? Ich könnte einen Ich-mache-meine-Hausaufgaben-und-lerne-nicht-und-verhungere-gleich-noch-oben-drauf-Hammer nehmen und den Wall in Stücke hauen. Mache ich aber nicht weil...

A)... ich mit meinen schwachen Spaghettiarmen nicht die benötigte Kraft ausüben kann um die Mauer zu zerstören und...

B)... ich doch lieber meine Hausaufgaben hinter mir haben will.

Ca. 3 Stunden später...

Endlich! Endlich kann ich mich ruhig hinsetzen und...

,,Nooooooéééééééémmmmmmiiiii'', schreit mein kleiner Bruder durchs Haus. Was er möchte? Schach spielen... Naja, warum denn nicht. Na... ratet mal wer nach etlichen Runden immer gewonnen hat... Er natürlich, ich war viel zu beschäftigt über jenes Buch nachzudenken, um auf meinen König aufzupassen. 

Aber dann ja endlich kann ich mich hinsetzen, jenes fesselnde Buch in die Hand nehmen und endlich mehr Erfahren...

,,Ach verdammt! Jetzt schon! Ich möchte lesen nicht ins Bett gehen! Den ganzen Tag habe ich schon auf den Moment gewartet, weiter zu kommen ''

Morgen... Morgen werde ich weiter lesen... Hoffentlich...

Habe ich überhaupt das Lesezeichen zurückgelegt?

 

Okay, und jetzt kommt Emma! (Am Thema vorbei, wie immer)

Ähm, ja. Clara meinte, ich soll jetzt endlich auch mal etwas schreiben, was das Geheimnis hinter fesselnden Büchern ist. Tzjaaaa, und da wären wir auch schon beim Problem: ich habe kaaaaaine Ahnung, was dieses Geheimnis sein soll. Deshalb begeben wir uns jetzt alle mal brav in meine imaginäre Buchküche und suchen nach einem Rezept. 

Die erste Rezeptidee...

Okay, was haltet ihr davon, wenn wir es mit diesen Zutaten versuchen:

  • Dreißig Löffel Spannung
  • Eine große Prise Romantik
  • 10o Gramm Geheimnisse
  • zwölf kleine Einhornpupse

Wir geben diese Zutaten also in den Kessel und... abwarten..... abwarten......... noch mehr abwarten.... PENG!

Ups, jetzt ist die ganze Küche voll mit einem knallbunten Pulver. Das... war wohl nicht so ganz das richtige Rezept. Ich lecke vorsichtig ein kleines bisschen des Pulvers von meinen Lippen ab - uiiiii, schmeckt das gut! Riecht nur ein bisschen nach Käse. (Hä Emma? Das war unlogisch)

aber naja, hier kommt die zweite Rezeptidee. 

man mische eine Teetasse voll Mut mit sieben Suppenlöffeln chemisch hergestellten, wassergetränkten Fellstückchen eines Drachen [Moment - Hä? Was soll das denn bewirken?] sowie dreieinhalb Fäden einer außergewöhnlichen Storyline. 

Okayyyy, klingt interessant. Aber beim Mischen explodiert es wenigstens nicht! Obwohl... uff! Igitt! Was stinkt hier denn so?! War da etwa Käse drin?!? Ist wohl auch nicht das richtige Rezept. Mist! Naja, dann muss mir da wohl Clara helfen! 

[Clara geht in die Buchküche um das nächste Rezept zu testen]

Zwei Stunden später

Emma: Clara? Wo..... wo bist du?

Clara:........

Noémi: Ich bin mutig, ich gehe mal nach Clara schauen 

[Auch Noémi verschwindet in der Buchküche]

fünf Tage später

Clara: Emma, wir sind gerade auf dem Mond angekommen!

Noémi: Ist cool hier oben! Nur etwas kkkkk....alt!

Clara: Emma, du blöde Kuh! Hol uns sofort hier rrr....unter! Noémi, du hast rrr...recht. Es ist ver...dammt k..kkkalt!!!

[Emma fängt vor Verzweiflung an zu heulen, weil sie ohne Clara und Noémi niemals überleben wird]

Clara: Emma, du alte Heulsuse!

Noémi: Hol uns verdammt nochmal hier runter!

Stimme aus dem Off: Und die Moral von der Geschicht' - experimentiere bloß mit Buchrezepten nicht!

Zweite Stimme aus dem Off: Das war zu früh für die Moral!

Emma (telefoniert mit Johanna & Renée): CoLibris, wir haben ein Problem.

Clara: Du hast ein Problem! Wir haben nur keine Raumanzüge!

Johanna: Ha!

(Anmerkung: eigentlich stand da hä, aber Johanna meinte, das sagt sie nicht so oft, und ich solle lieber "ha" schreiben, was Isländich sei und in "Nordstern" immer vorkäme - ich bin gut im Konjunktiv, nicht wahr?)

Noémi: Emma ist eine cringe Hexe oder so... deshalb sitzen Clara & ich jetzt auf dem Mond fest! Und es ist kkk...kkalt!

Clara: Verdammt kalt!

Renée: Oh ähmmm... und was jetzt?

Noémi (fleht fast schon): Rettet uns!

Johanna (vorfreudig): Uuui! Wie in einem Buch?!

Clara: Egal wie! Hauptsache, ihr rettet uns!

Renée: Okay! Ich sattele meine Fluggiraffe und Johanna ihre Reiseeule, und dann kommen wir!

Emma: Ich hole meinen Hexenbesen vom Dachboden & komme mit!

Noémi: Das kann ja nur nichts werden - Hilfe!

Emma: Wir können euch auch da versauern lassen, wenn euch das lieber ist?

[Clara & Noémi verdrehen die Augen]

(Anmerkung: Wir ignorieren, dass man das vom Mond nicht sehen kann - künstlerische Freiheit & so)

[Emma, Johanna & Renée satteln die Giraffe, die Eule & den Besen & fliegen zum Mond]

Clara & Noémi (erstaunlich symchron): Danke, ihr habt uns das Leben gerettet! Wir werden euch auf ewig Schokolade und Studentinnenfutter spendieren!

(Anmerkung: Die Schokolade ist für mich, das Studentinnenfutter für Johanna, was Renée mag weiß ich nicht, aber ich kann ihr ja ein wenig Schoki abgeben 😉)

Renée & Johanna & Emma noch synchroner: Gerne doch!

[Alle zusammen fliegen wir zurück zur Erde]

Nochmal die Stimme aus dem Off: Und sie lebten glücklich auf der Erde bis an ihr Lebensende - außer Emma, die ja ihre Schokolade mit Renée teilen muss😥. 

 

Und jetzt noch Emmas absolut poetisch-grandioses Fazit:

Jede*r Autor*in hat wohl ein eigenes Rezept für fesselnde Bücher - und irgendwie habe ich die Vorahnung, dass uns kaum jemand so ein geheimes Rezept verraten würde😥😂) 

 

Aaaalso: Was haltet ihr für am plausibelsten?

Tauusend buchige Grüße,

Clara & Noémi & Emma😘🎉


«   »

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Johanna
Vor einem Jahr

Guute Anmerkuung! 🤗😉

Erstelle deine eigene Website mit Webador