Über... gendergerechter Buchstabensalat (von Emma)

oder: Warum es voll nice wäre, wenn ihr uns beim Kommentieren eure Pronomen verratet

Wir texten euch heute mal ein wenig über gendergerechte Sprache zu!

(Okay, "wir" sind vor allem Emma gerade, aber das ignorieren wir einfach mal gekonnt.)

Zuallererst: GENDERN (Emmas Vorwort)

Die Tauusendwortlerinnen und das Gendern – fast schon eine romantische Lovestory oder so. (Okay, eher nicht, aber Emma übertreibt *leicht* .)

Jedenfalls, angefangen hat das alles mit dem Beitrag zu „The Hate U Give“ – damals habe ich mich für das Gendern sogar noch entschuldigt!



Inzwischen ist es für uns selbstverständlich – und wenn wir es vergessen, sagt bitte Bescheid!

Und warum tun wir das alles?

Wir gendern, damit sich von dem, was wir sagen möglichst viele Leute mit angesprochen fühlen.

Wir empfehlen unsere Lieblingsbüchern also nicht nur Leuten, die sich vom Generischen Maskulinum angesprochen fühlen, sondern auch FLINTA*.

(Okay Emma – schon klar, du fühlst dich genial, weil du Fremdwörter kennst, aber erklären musst du sie ja schon.)

Also:

Das Generische Maskulin ist die Männliche Form, die alle anderen automatisch mitmeint.

FLINTA*, also die Personen, die das Generische Maskulin eigentlich nicht anspricht, steht für Frauen + Lesben + intersexuelle Leute + nichtbinäre Leute + trans* Leute + asexuelle Leute + noch mehr Leute, daher das Sternchen.

Okay, ihr versteht jetzt also, warum Gendern so wichtig ist.

Warum gendern wir mit dem Sternchen und nicht mit Doppelpunkt oder irgendwelchen anderen Zeichen?

Für uns steht das Sternchen so in etwa für „noch mehr Leute“, also welche, die mit dem Wort an sich nicht mitgemeint werden. So ist das ja auch bei LGBTQIA* oder bei FLINTA*, da steht das Sternchen für alle Leute, die im Begriff nicht mit aufgezählt sind, aber trotzdem auch gemeint sind.

(Ist das wir-Gendern-mit-Sternchen so verständlicher?)

Was zur Teufelin meinten wir denn jetzt mit "Verratet uns beim Kommentieren eure Pronomen"?

(Die Teufelin ist schon echt fancy, ge?)

Okay.

Hi, wir sind Emma, Clara und Noémi. Wir bloggen über Bücher und unsere Pronomen sind „sie“ und „ihr“, bei allen drein.“

So könnten wir uns vorstellen, wenn wir jemanden von euch in real life treffen würden. Weil wenn wir euch unsere Pronomen verraten, wisst ihr genau, wie ihr über Emma lästern könnt. (Schwärmen geht auch!)

Wenn ihr meine Pronomen kennt, wisst ihr ja, dass das mit dem Lästern so geht: „Uff, diese Emma schreibt auf ihrem Blog immer so dummes Zeug! Sie nervt echt!“ Meine Pronomen mögen auf euch vielleicht selbstverständlich erscheinen, Emma ist ja auch ein „Mädchenname“.

Und… wenn ich jetzt Toni oder Alex oder Charlie oder Jamie heißen würde, was dann?

Bei solchen genderneutralen Namen wüsstet ihr vielleicht nicht, mit welchen Pronomen ihr über mich lästern sollt. (Was für mich ja eigentlich gut wäre…)

Außerdem gibt es ja auch Leute, die nichtbinär sind, oder trans* . Für die sind Pronomen wichtig, denn niemand wird gerne gemisgendert.

Deshalb können wir ja alle mal versuchen, beim Neue-Leute-kennenlernen unsere Pronomen zu nennen (das fühlt sich zwar komisch an, aber ich glaube, that’s important)

 

Außerdem: Schreibt eure Pronomen in eure Insta-Bio! (wenn insta habt)

 

Uuuuuund verratet sie uns, wenn ihr uns irgendwo Kommentare hinterlasst. (Über die wir uns wirklich mega freuen!)

Ihr könntet sie entweder in die Namens-Zeile schreiben, oder irgendwo in den Kommentar (zum Beispiel nach dem „Tschüss“. ) Und Leute, that’s wirklich important! Denn wenn wir eure Pronomen nicht kennen, ist es für uns tatsächlich schwerer, über den Kommi zu diskutieren oder so!

Zu guter Letzt noch zwei Bilder, die euch vielleicht dazu inspirieren oder ermutigen oder so, andere Leute auf ihr nicht-gendern aufmerksam zu machen 😊

Es sind eine Mathearbeit & eine Chemielern-kontrolle von Emma. Haha.

Tauusend buchige, gegenderte Sternchen-Grüße mit Pronomen,

Emma & Clara & Noémi

PS:

Noch einen sehr lesenswerten Beitrag explizit zum Gendern gibt es bei Johanna & Renée, genau hiiiiiiieeeeeeeer! Der Beitrag ist irgendwie viel informativer und unchaotischer als das, war Emma hier fabriziert, also uuuuuuuuunbedingt lesen!!!!!!!!


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Kommentare

Caitlin | Wild & Wunderbar! | she/her
Vor einem Jahr

Wow! Das ist wirklich ein mega cooler Beitrag! Und eine super Idee mit den Pronomen :)
Alles Liebe und buchige Grüße!

Emma ohne Schnickschnack (she/her)
Vor einem Jahr

Okay Caitlin, du weißt gar nicht, WIE sehr ich mich über das she/her gerade gefreut habe! Also danke, dass du das alles durchgelesen hast UND auch noch "mitmachst"
Tauusend buchigen Grüße und natürlich auch alles Liebe uuuuuund ein paar Luftsprünge!

Johanna ~she/her
Vor einem Jahr

Treffen WÜRDEN? Also hör mal! 😉 (An die Begrüßung kann ich mich übrigens nicht erinnern 😂)

Okay, das war mauulerig. Noch was Positives: Suuuuuper Aktion bei euren Arbeiten!! Die Antwort der Chemielehrkraft ist allerdings genau das Problem - waruum nicht eine Sekunde mehr Zeit investieren, um WIRKLICH ALLE zu meinen??

Emma ohne Schnickschnack (she/her)
Vor einem Jahr

Hey Johanna,
ichglaube aber, es geht vielen wie meinem Chemielehrer - sie machen sich darüber einfach keine Gedanken!
Deshalb finde ich es auch wichtig, andere darauf hinzuweisen.
(Du willst nicht mit mir Wehrwolf*in spielen - wegen total klischeehaft verteilten Rollen - und schon gar nicht, wenn es die Dorfmatratze gibt. Die heißt in unserer Klasse nämlich Dorfschlampe, was mich noch viel wütender macht als eh schon. Ich meine, diese Karte ist so negativ! Die Person, die diese Karte zieht, hat nur Nachteile und die Chancen, umgebracht zu werden, sind für sie ja höher. Außerdem wir so - mal wieder - eine Frau für ihr Sexualverhalten verurteil, was ABSOLUT UND TOTAL IDIOTISCH IST! Unsere Klasse wollte dann "Dorf-Fuckboy" nehmen, aber das ist nicht halb so negativ! Im Endeffekt haben sie gesagt: "Die Frau, die jede Nacht woanders übernachtet". Aaaber das ist ja genau das Gleiche! Ich fände entweder Gast bzw Gästin eine gute Alternative oder sowas wie Dorfkatze. Oder die Karte wird ganz weggelassen.
Wir haben das Spiel ja auch schon in der Grundschule gespielt und es geht einfach gar nicht, dass Kinder mit diesem beschissenen Frauen-werden-für-jedes-Sexualverhalten-verurteilt-Kram aufwachsen.
Da seht ihr mal, was das Patriarchat für ein riesiges strukturelles arschlöcheriges Problem ist.
Sehr verärgerte Grüße,
Emma
PS: Kann mir jemand erklären, warum mein eigener Blog nicht weiß, dass ich keine Roboterin bin???

Johanna (she/her - sie/ihr)
Vor einem Jahr

Suuper Beitrag! Und gleich noch was neues gelernt (FLINTA* habe ich noch nie irgendwo gelesen/gehört 😱). Und das ist definitiv notiert Emma 🤗

Emma ohne Schnickschnack (she/her)
Vor einem Jahr

Danke! Und FLINTA* kenne ich auch tatsächlich nur durch.... nennen wir es Instagramkonsum in Zeiten, in denen ich laut meiner Mutter lieber Spülmaschine ausräumen sollte. Uuuups! Verrat es ihr nicht😉

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