"I would like to be a hero": The Last Hours (Cassandra Clare)

Veröffentlicht am 8. Juli 2022 um 07:59

Nachdem ich letzten Sommer meine ersten Shadowhunter-Bücher gelesen habe und danach irgendwie gar nicht mehr damit aufhören konnte, habe ich im Frühling dann auch endlich Cassandra Clares neueste Shadowhunter-Reihe, The Last Hours, gelesen. Und auch wenn es ja inzwischen Juli ist und der Frühling lange vorbei ist, gibt es wohl keine Reihe, die mir noch so präsent im Kopf herumspukt wie diese.

Inhalt

Schon immer träumt Cordelia Carstairs davon, eine Heldin zu sein und gemeinsam mit ihrem Schwert Cortana in die Geschichte einzugehen. Als sie mit ihrer Familie nach London zieht, ist ihre Chance gekommen: Die Stadt wird von Dämonenangriffen erschüttert. Gemeinsam mit ihren Kindheitsfreund*innen Lucie und James Herondale (in den sie außerdem heimlich verliebt ist) setzt sie alles daran, London zu beschützen. Doch schon bald erkennt sie, dass das mit dem Heldin-sein gar nicht so einfach ist – ist Cordelia überhaupt bereit, den Preis dafür zu zahlen?

 

Ich bin, wie gesagt, absolut in diese Reihe verliebt, und ich möchte einfach ein paar Dinge nennen, die am Buch so absolut genial sind.

1- Die Menschen

“They need a muse”, said Anna. “Someone to be inspired by. Someone to know their secrets. Would you like to be a muse?” “No”, said Cordelia. “I would like to be a hero.”                 

Cordelia, James, Lucie und all die anderen Figuren sind nicht nur einfach Buchfiguren, sie sind Menschen. Sie haben Träume. Geheimnisse. Eine richtig vielschichtige Persönlichkeit. Machen Fehler. Sagen tolle Sachen. Vor allem Cordelia und Lucie sind totale Vorbilder für mich, und das Zitat oben zeigt das, glaube ich, ganz gut. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass man immer ein paar Einblicke in die Vergangenheit der Figuren bekommt und ihnen so viel näherkommen kann. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, zoomt aber immer an verschiedene Leute heran, und so bekommt man immer superspannende Einblicke in superviele verschiedenen Figuren. (Ich liebe sowas mit vielen POVs!!)

2- London, 1904

“Cordelia imagined James wandering off into the crowd, where surely he would find something more interesting to do, or perhaps be kidnapped by a beautiful heiress who would fall in love with him instantly. These sort of things happened in London.”             

Ich glaube, mehr muss ich dazu gar nicht sagen. Es ist eben London. Und auch die Schauzeit ist perfekt gewählt, weil es zur Story passt. Man hat immer noch dieses Alte, Klassische mit Bällen und so, aber es gibt einen Wandel in der Gesellschaft, so eine Modernisierung. Außerdem beschreibt CC das London vor fast 120 Jahren so bildlich, als würde ich gemeinsam mit Cordelia durch Londons Straßen wandern, und was soll ich sagen? Ich hab da ein Reel zu gedreht.

3- Die Story

“You will never slay me”, he said. “For I am of royal blood and will one day be twice as powerful as the queen. And I shall cut off her head.”      

Seht ihr die Magie in diesem Satz? CCs Bücher sind IMMER absolut spannend und voll von unerwarteten Plottwists, aber hier hat sie sich selbst übertroffen, nur sie schafft es, meine Hass-Tropes so gut umzusetzen. Ab Seite eins war ich total gefesselt und meine Persönlichkeit war von vorne bis hinten vom Buch eingenommen. (Und über den VERDAMMTEN Cliffhänger am Ende von Band zwei reden wir einfach nicht, okay?)

4- Queer Rep

“Searching for the one is what leads to all the misery in this world. […] Searching for many is what leads to all the fun.”

Queer Representation in Fantasy ist generell das Beste und ich fange immer innerlich an vor Glück zu kreischen. Aber queere Figuren in einem HISTORISCHEN Fantasy-Roman? Wo die Queerness auch wirklich THEMATISIERT wird und nicht einfach casually da ist? Ihr seht doch hoffentlich auch, wie schwer das getoppt werden kann. (Und es ist nicht eine queere Person. Es sind SECHS.)

5- Feminismus

“It isn’t just for boys to risk their lives for each other.”

Cordelia, Anna und Lucie sind nicht direkt Feministinnen. Aber Cassandra Clare spricht da so Einiges an, womit wir auch heute noch Probleme haben, und das eigentlich nicht nur bezogen auf Rassismus, sondern zum Beispiel auf bezüglich Rassismus, Ableismus und generell sozialen Konflikten.

Tzja, wie soll ich diesen Beitrag jetzt beenden? Ich bin schon wieder so von der Last-Hours-Euphorie erfüllt, aus mir kommen gar keine logischen Sätze mehr heraus. Naja. Nur soviel noch: BITTE, LEST DIESE REIHE!

Und: WARUM KOMMT DER VERDAMMTE DRITTE TEIL ERST IM JANUAR RAUS DAS IST SO LANGE HIN WIE ÜBERLEBE ICH DAS NUR??????????


Allgemeine Infos:

Titel: Chain of Gold / Chain of Iron | Autorin: Cassandra Clare (DE: Übersetzung Franca Fritz & Heinrich Koop) | Verlag: Walker Books (DE:  Goldmann) | Seiten:  592 / 640 (DE: 704/784) | Diese Reihe besteht den Bechdel-Test | Alle Zitate aus "Chain of Gold"; (c) Cassandra Clare & Walker Books 2020 

Tropes featured: Friends to Lovers, FAKE DATING, Found Family, Miscommunication


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