Buch vs Film: The Giver

von Emma

Wir haben im Englischunterricht „The Giver“ gelesen (das Buch ist echt kurz) und kurz vor den Ferien haben wir dann die Verfilmung angeschaut. Über Bücher, die wir in der Schule lesen, habe ich ja generell eher eine Augenverdreh-Meinung, weil das stundenlang-über-die-Bücher-herumphilosophieren echt immer das Buch versaut. Und Lesen auf Kommando hat noch nie Spaß gemacht. Aber bei The Giver muss ich euch etwas beichten.....

Der Film war besser.

Voll die buchige Totalschande, ich weiß. Und bei jedem anderen verfilmten Buch hätte ich auf Leute, die diese vier verbotenen Wörter in den Mund genommen hätten, so lange eingeredet, bis sie am Ende sagen: „Okay Emma, du hast recht, das Buch war irgendwie schon besser.“

(Falls ihr bei The Giver anderer Meinung seid als ich, könnt ihr gerrrne versuchen, mich umzustimmen😉)

Naja, ich erkläre euch einfach mal, was genau am Film besser war.

 

1. Das Ende.

Im Buch ist das Ende irgendwie… sehr offen. Also, wirklich total offen. Noch offener als ein Fenster ohne Fensterscheibe. Ich hab an sich wirklich nichts gegen offene Enden, manchmal macht das weiterdenken und ein eigenes Ende erfinden auch Spaß. Dieses hier (im Buch) ist nur leider SO offen, dass es einfach kein Ende sein KANN, dass es einfach weitergehen MUSS! Es ist also irgendwie ein negativ-offenes Ende.

Im Film ist das Ende zwar auch total offen, aber es ist ein irgendwie positiveres Offen. You know what I mean? Im Film ist das Ende so offen, dass ich mir voll gut vorstellen kann, dass es irgendwann mal ein Happy End ist.

 

2. Die Figuren

Irgendwie ist es so, dass ich die Charaktere im Buch nicht greifen konnte, sie waren echt unwirklich – auch, weil sie viel gefühlloser handeln.

Im Film sind sie viel… echter. Und Lily mochte ich!

Vielleicht liegt das aber auch daran, dass Jonas im Film sechzehn ist, vier Jahre älter als im Buch. (Ja, ihr habt richtig gerechnet, im Buch ist Jonas 12)

Außerdem hat mir Jonas’ Freundschaft zu Asher & Fiona total gut gefallen uuuund sein Beschützerinstinkt Gabe gegenüber.

 

Okay, und jetzt noch kurz der Inhalt (das hab ich voll vergessen, uuups!)

Jonas lebt in einer perfekten „gleichgeschalteten“ Welt ohne Schmerz, Gefühle, selbstgetroffene Entscheidungen, Farben usw – eine Welt ohne Individualität.

Doch dann erfährt Jonas Dinge, die er nicht für möglich gehalten hätte und beginnt zu zweifeln.


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