Von Tee, Fotos und Kirschblüten

Veröffentlicht am 28. Oktober 2021 um 18:07

Rezi von Clara

Der kleine Teeladen in Tokio (von Julie Chapman)

Fiona, eine 28-Jährige Engländerin, darf aufgrund eines gewonnenen Wettbewerbs in Tokio gemeinsam mit einem der besten Fotografen der Welt an einer Ausstellung arbeiten. Doch diesem kommt kurzzeitig etwas dazwischen, sodass ein anderer, ebenfalls erfolgreicher Fotograf die Aufgabe übernimmt. Und dieser ist Fiona nicht unbekannt.

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Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so ausführlich beschrieben wurde, wie dieses. Dadurch konnte ich mir Fionas Umgebung in Japan zwar sehr gut vorstellen, aber ich fand es teilweise etwas zu viel. Dadurch wurde die Geschichte irgendwie ausgebremst.

Fiona hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn sie mir an manchen Stellen zu emotional vorkam. Ich konnte ihre Entscheidungen und Handlungen jedoch meistens verstehen.

Haruka, bei deren Familie Fiona in Japan untergekommen war, hat mir allerdings besser gefallen. Genau wie Setsuko, Harukas Tochter. Die beiden haben ziemlich viel Ruhe in die Geschichte gebracht, mit ihren Erzählungen über Japan und dem Unverständnis über Fionas Mentor, Gabe.

Über diesen konnte ich teilweise einfach nur den Kopf schütteln. Auch habe ich ihn nicht wirklich verstanden. Ich habe einfach nicht verstanden, wie er sich so verändern konnte. Es mag zwar zur Geschichte gepasst haben, aber ich habe keine Gründe gesehen, weshalb er sich verändert hat.

Am besten von allen Charakteren hat mir jedoch Mayu gefallen. Die Enkelin von Fionas Gastgeberin hat irgendwie Leichtigkeit in die Geschichte gebracht. Sie war nicht so ruhig und überlegt wie ihre Mutter sowie Großmutter, eher aufgedreht und wollte etwas erleben. Andererseits war offensichtlich, dass sie die japanische Kultur genauso wertschätzte. Mayu hat Fiona die andere Seite Japans als Setsuko und Haruka gezeigt. Das hat mir echt gut gefallen. Sonst wäre die Geschichte nämlich noch langweiliger gewesen.

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Die Story an sich fand ich ganz okay, sich hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Sie war nicht wirklich spannend, unteranderem durch die ständigen Beschreibungen von Landschaft und Essen. Noch dazu war die Geschichte relativ klischéehaft.


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Kommentare

Jofee
Vor einem Jahr

Haha, "nicht vom Hocker gerissen" xD *Lachanfall*
Alleine in deiner Rezi habe schon komplett den Überblick über das Buuch verloren... Wie viele zwanzigtauusend japanische Namen wollen mich noch verwirren?

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